Der Peterstein — tschechisch Petrovy kameny — ist einer der eigenwilligsten Gipfel des Hohen Gesenkes: eine markante Felsgruppe auf 1.447 m, die wie ein Zahn aus den Almwiesen ragt und von weitem schon den Blick auf sich zieht. Wer hierher kommt, erlebt wilde Berglandschaft, jahrhundertealte Legenden und eines der kostbarsten Naturschutzgebiete Tschechiens.
Das Gipfelgestein misst rund 45 mal 10 Meter und ist etwa 7 Meter hoch — geformt durch jahrtausendlanges Frostverwitterung. Im Sommer umgeben Bergwiesen und Latschenfelder die Felsen, im Winter liegt alles unter Schnee und bietet ein eindrucksvolles Panorama auf Praděd, Vysoká hole und die Jesenik-Kämme. Der Hauptkamm trägt hier auch die Große Europäische Wasserscheide zwischen Ostsee- und Schwarzmeer-Einzugsgebiet.
AufstiegsmöglichkeitenIm Mittelalter galt der Berg als Hexensabbat-Ort; Kaiser Leopold I. ließ ihn 1682 feierlich weihen und exorzieren. Am Nordhang wächst die endemische Gesenke-Glockenblume (Campanula gelida) — eine in Europa einzigartige Art, die hier seit der Eiszeit überlebt hat.