Stell dir steinerne Orgelpfeifen vor, geformt von Lava vor fast zwei Millionen Jahren - genau das erwartet dich in diesem kleinen, aber bemerkenswerten Naturschutzgebiet bei dem Dorf Mezina. Ein Muss für alle, die neugierig auf die vulkanische Vergangenheit der Region Bruntál sind, die hier für immer in Stein erstarrt ist.
Im Gelände eines ehemaligen Wandsteinbruchs zeigen sich eindrucksvolle Basaltsäulen mit sechseckigem, seltener fünfeckigem Querschnitt, manche mehrere Dezimeter im Durchmesser. Das dunkelgraue, stellenweise hellere Gestein ist ein nephelinischer Basanit mit Übergängen zu olivinischem Nephelinit. Wer genau hinsieht, entdeckt glänzende Kristalle von Olivin, seltener auch Augit und Magnetit. Die Atmosphäre ist intim und ein wenig geheimnisvoll - die Säulen wirken fast wie architektonisch angeordnet, besonders eindrucksvoll im weichen Morgenlicht oder inmitten der herbstlichen Farben des umliegenden Waldes.
Anreise
Das Schutzgebiet umfasst nur 1,22 Hektar, überzeugt aber durch eine außergewöhnliche Dichte geologischer Besonderheiten - ein perfekter Zwischenstopp, den du gut mit einer Wanderung auf dem Vulkanpfad bis zum nahen Gipfel des Venušina sopka verbinden kannst.