Die Negyedhármas-Höhle ist eine kleine, wenig bekannte Höhle in den Felsen oberhalb von Margitliget im Pilis-Gebirge, mitten im Nationalpark Duna-Ipoly. Sie ist ein Ziel für alle, die abseits der üblichen Aussichtspunkte die urwüchsigere Seite der Berge entdecken möchten.
Der Eingang liegt am Fuß einer großen Felsgruppe, die sich über Margitliget erhebt, an deren südlichster Seite. Die Höhle entstand im obertriassischen Dachstein-Kalkstein unter phreatischen Bedingungen und besteht aus zerfallenden kugelförmigen Nischen und einer Kluft. An den Wänden sind alte, stark verwitterte Tropfsteine zu erkennen. Der Gang ist sehr flach, sodass man sich nur kriechend durchbewegen kann, und eine große Menge an Gesteinsschutt im Inneren erschwert die Begehung zusätzlich. Kein Ort für einen gemütlichen Spaziergang, aber für Höhlenfans ein spannendes kleines Abenteuer.
Die umliegenden Oszoly-Felsen sind bei Kletterern beliebt, und der Wald um die Höhle bewahrt das ganze Jahr über seinen wilden Charakter — im Frühling und Herbst mit stimmungsvollem Licht auf den Felsen, im Winter mit stiller, verschneiter Ruhe.
AnreiseDie Höhle wurde erstmals in den 1970er Jahren von der Höhlenforschungsgruppe Szpeleológia untersucht, eine detaillierte Vermessung erfolgte 1997. Mit nur 5 Metern Länge und 1,3 Metern Tiefe ist sie winzig — doch ihre Erforschungsgeschichte reicht Jahrzehnte zurück.