Das Neftzertal gehört zu den wildesten und eindrucksvollsten Seitentälern der gesamten Hohen Tatra — ein verborgenes Juwel der slowakischen Natur, das kaum jemand je betreten wird. Üppige Vegetation, dramatische Felswände, eine Kette von Bergseen und drei beeindruckende Wasserfälle machen es zu einem der faszinierendsten Winkel der Tatra. Der Haken an der Sache? Es ist für Besucher streng gesperrt.
Das Tal erstreckt sich über etwa 3 Kilometer ins Herz der Berge und zweigt vom mittleren Abschnitt des Kôprová-Tals ab. Es wird von mächtigen Graten umrahmt: im Norden vom Hrubý-vrch-Kamm, im Osten vom Furkotský štít und im Süden von den Gipfeln Ostrá, Krátka und Kriváň mit seinem langen nordöstlichen Grat. Der obere Teil teilt sich in zwei Äste — den Hauptast unter Hrubý vrch und Furkotský štít sowie einen Seitenast Richtung Škára. Der Nefcerský-Bach durchfließt das Tal und bildet drei Wasserfälle: den Unteren Nefcer-Wasserfall, den berühmten Kmeť-Wasserfall und den Oberen Nefcer-Wasserfall. Im Talboden liegen der Untere und Obere Teriansee sowie der Kleine Teriansee, eingebettet in unberührte Wildnis.
AnreiseDer Name 'Neftzertal' hat eine spannende Geschichte: Eine Theorie verbindet ihn mit Leonard Ján Neftzer, einem königlichen Verwalter der Burg Likava im späten 17. Jahrhundert, eine andere leitet ihn aus altem Bergbau-Vokabular ab — als 'Neues Terian-Tal', wo einst Bergleute schürften. Den ersten dokumentierten Besuch statteten Eugeniusz Janota und seine Begleiter unter Führung von Maciej Sieczka am 9. September 1867 ab.