Swamp ist ein kleines, aber besonderes Feuchtgebiet an den Ufern des Máchasees, versteckt abseits der belebten Strände dieses beliebten Ausflugsziels. Hier hat sich ein Rest des einstigen Moores erhalten, das früher das gesamte Seebecken bedeckte.
Die Landschaft wirkt still und geheimnisvoll — flache Tümpel und schilfgesäumte Buchten, durch einen künstlich verstärkten Damm vom eigentlichen See getrennt. Seltene Wasserpflanzen und ungewöhnliche Algenarten gedeihen in den ruhigen, nährstoffarmen Gewässern, während im Röhricht gelegentlich Rohrdommeln, Rohrweihen oder Eisvögel zu beobachten sind. Im Sommer blühen zarte weiße Seerosen, im Herbst und Winter legt sich eine besondere Stille über das Moor, wenn Nebel über dem Wasser aufsteigt — ein reizvoller Kontrast zu den nahegelegenen Badestränden.
AnfahrtÜbrigens: 1972 wurde hier eine völlig neue Algenart, Dicranochaete bohemica, wissenschaftlich beschrieben — ein kleiner, aber bemerkenswerter Schatz der Forschung.