Das Mlinicatal zählt zu den eindrucksvollsten Gletschertälern der westlichen Hohen Tatra — rund 6 Kilometer lang, terrassenförmig gegliedert und am oberen Ende von der markanten Pyramide des Štrbský-Gipfels gekrönt. Wer hier wandert, erlebt die Hohe Tatra von ihrer ursprünglichsten Seite: tosende Wasserfälle, stille Bergseen und eine Wildnis, die kaum verändert wirkt.
Das Tal gliedert sich in drei natürliche Abschnitte — Predná, Stredná und Zadná poľana — und jeder erzählt eine andere Geschichte. Unten begleiten dich Wälder und das Rauschen der Mlynica, eines Baches, dessen unzählige Kaskaden einst an Mühlräder erinnerten und dem Tal seinen Namen gaben. In der Mitte öffnet sich das Gelände zu weiten Almflächen mit herrlichen Ausblicken, weiter oben wird es felsig und karg, aber umso beeindruckender. Das Herzstück des unteren Tals ist der 25 Meter hohe Wasserfall Skok, der über die erste Felsschwelle stürzt und besonders im Frühling ein überwältigendes Schauspiel bietet. Weiter oben warten mehrere Bergseen: Capie pleso (2.075 m), Okrúhle pleso (2.105 m), die Kozie-plesa-Seen und die Volie-plieska-Seen.
Anreise und ZugangOberhalb des Capie pleso erinnern eine Gedenktafel und Wrackteile an den tragischen Hubschrauberabsturz vom 25. Juni 1979, als ein Rettungseinsatz im Unglück endete — sieben Menschen verloren dabei ihr Leben.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)