Der Mácha-See ist der größte Teich Böhmens außerhalb Südböhmens – ein weitläufiger, von Kiefernwäldern umrahmter Badesee mit Sandstränden, versteckten Buchten und einem atemberaubenden Blick auf die Ruinen der Burg Bezděz. Wer einmal hier war, versteht sofort, warum der romantische Dichter Karel Hynek Mácha diese Landschaft in sein berühmtestes Gedicht verwob.
Der See liegt bei der Stadt Doksy im Liberecker Kreis und bedeckt über 280 Hektar. Seine Ufer sind abwechslungsreich: breite Sandstrände im Süden und Norden für Familien und Wassersportler, ruhige Schilfbuchten im Osten und Norden als Naturschutzgebiete für seltene Vogelarten. Im Sommer ist der See voller Leben — Tretboote, Segelboote und ein Fahrgastschiff, das zwischen Doksy und Staré Splavy pendelt, prägen das Bild. Im Herbst kehrt Ruhe ein, die Wälder leuchten golden, und die Wanderwege rund um den See gehören wieder den Naturliebhabern. Im Winter verwandelt sich die zugefrorene Wasserfläche in eine Eislaufbahn.
Anreise und RoutenKaiser Karl IV. ließ den See im Jahr 1366 anlegen — eine der ältesten Sehenswürdigkeiten der Region. Den heutigen Namen trägt er zu Ehren von Karel Hynek Mácha, der die Gegend in seinem Meisterwerk 'Máj' verewigte. Der sogenannte Jarmilinfelsen am Nordufer erinnert an die tragische Heldin des Gedichts.