Der Lukács-árki-sziklaeresz ist ein kleiner Felsüberhang im Visegráder Gebirge, versteckt im Lukács-árok-Tal innerhalb des Nationalparks Duna-Ipoly. Ein lohnendes Ziel für alle, die abseits der Menschenmassen der nahegelegenen, viel bekannteren Rám-Schlucht die ruhigeren Ecken der Berge erkunden möchten.
Das Tal besticht durch seinen wilden, ursprünglichen Charakter — der Wanderweg verläuft hoch über der Talsohle statt direkt am Bachbett entlang. Am Pfad glitzern tausende Amphibolnadeln, die aus dem feinkörnigen Andesit verwittert sind — ein echtes Highlight für geologisch Interessierte. Der Felsüberhang selbst wurde durch die seitliche Erosion des Baches geformt, ein Prozess, der bis heute anhält. Der Boden ist meist von einer flachen Wasserschicht bedeckt, was dem Ort eine feuchte, geheimnisvolle Atmosphäre verleiht — besonders eindrucksvoll im Herbst und Frühling, wenn der Wasserstand steigt.
Anreise
Der Überhang misst 5,2 Meter Breite, 1,2 Meter Höhe und 2,4 Meter Länge — eine bescheidene, aber interessante Formation, die einen kleinen Abstecher während einer Talwanderung wert ist. Erstmals vermessen und beschrieben wurde die Höhle 1997 von einem Forscherteam um Imre Gönczöl.