Die Kodešova skála ist ein kleiner, aber beeindruckender Basaltfelsen in Heřmanice im Frýdlanter Land, bekannt für seine seltene fächerförmige Säulenanordnung. Der Anblick erinnert an einen versteinerten Blumenstrauß, bei dem sich dünne Basaltsäulen nach oben hin sanft auffächern.
Der Felsen ist ein Überrest eines uralten Lavastroms, der vermutlich vom nahegelegenen Kodešův vrch stammt, dem Rest eines Vulkans etwa 1,2 km entfernt. Freigelegt wurde die Formation durch den Abbau im längst stillgelegten Gotha-Steinbruch. Heute ist der Felsen von einem Eichen-Hainbuchenwald bewachen, in dem seltene Pflanzen wie die Türkenbund-Lilie gedeihen. Der Ort wirkt still und beinahe intim, besonders reizvoll im Frühling, wenn der Waldboden blüht, und im Herbst, wenn das Laub die geometrischen Formen der Säulen betont.
AnfahrtBenannt ist der Felsen nach dem Frýdlanter Lehrer Otakar Kodeš, einem Mitglied der Staatsverteidigungswache, der hier 1938 von einem Angehörigen einer sudetendeutschen Einheit erschossen wurde - eine bewegende Geschichte, die diesem geologischen Naturwunder eine besondere Tiefe verleiht.