Der Smrek (1123 m ü. M.) ist der polnische Teil eines Doppelgipfels im Isergebirge, unmittelbar an der tschechisch-polnischen Grenze — sein tschechischer Nachbar Smrk (1124 m) liegt nur wenige Schritte entfernt. Hier, wo einst die Grenzen von Böhmen, der Lausitz und Schlesien aufeinandertrafen, existiert heute ein Fußgänger-Grenzübergang, der beide Länder miteinander verbindet.
Die Landschaft ist typisch isergebirgisch: dichte Fichtenwälder, weite Kammlagen und eine wohltuende Stille abseits der großen Touristenströme. Über diesen Gipfel verläuft die Wasserscheide zwischen Ostsee und Nordsee — eine unsichtbare, aber faszinierende geographische Tatsache. Auf der tschechischen Seite steht ein 20 Meter hoher Stahlaussichtsturm (eröffnet 2003) mit Panoramablick; der polnische Smrek hingegen ist wild und unmarkiert — kein Denkmal, kein Vermessungspunkt, nur Wald und Stimmung. Im Herbst leuchten die Hänge in warmen Farben, im Winter legt sich tiefer Schnee über den gesamten Kamm.
Wege auf den GipfelDer Name Tafelfichte geht auf eine riesige Fichte zurück, an der Albrecht von Wallenstein 1628 Grenzmarkierungstafeln anbringen ließ. Als der Baum 1790 umgeworfen wurde, übernahm sein Spitzname den Namen des gesamten Berges — eine kleine Geschichte, die bis heute im Ortsnamen weiterlebt.