Der Kleine Arbersee gehört zu den beeindruckendsten Naturwundern des Bayerischen Waldes. Dieser uralte Karsee aus der Eiszeit beherbergt ein Phänomen, das selbst gestandene Naturliebhaber staunen lässt: schwimmende Torfinseln, auf denen 40 bis 60 Jahre alte Fichten wurzeln — als wäre der Wald einfach aufs Wasser gezogen.
Der See liegt eingebettet in dichten Nadelwald und verströmt zu jeder Jahreszeit eine ganz eigene Stimmung. Im Sommer herrscht angenehme Kühle und wogende Stille, im Herbst spiegeln sich die Waldfarben im stillen Wasser, und im Winter verleihen Schnee und Eis der Landschaft etwas Ursprüngliches, fast Magisches. Die schwimmenden Inseln — die größte misst stolze 4.500 m² und ist bis zu 3,5 Meter mächtig — liegen mehr oder weniger stabil am Ufer und sind das Herzstück des Sees. Das Wasser selbst ist mit einem pH-Wert von etwa 4,5 extrem sauer, was lange Zeit jegliches Fischleben verhinderte.
Anreise und WegbeschreibungEin schönes Stück Naturgeschichte: Nachdem der See Ende des 19. Jahrhunderts für die Holztrift um etwa einen Meter aufgestaut wurde, lösten sich die Moorfilze vom Ufer und trieben als 'schwimmende Inseln' auf dem Wasser — ein zufälliges Experiment der Natur, das bis heute nachwirkt.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)