Der Jaferowy Żleb ist eine wilde Seitenrinne des Tomanowa-Tals in der Westtatra - ein Ort für alle, die die raue, unzugängliche Seite der Berge abseits der Menschenmassen zu schätzen wissen. Es handelt sich nicht um einen markierten Wanderweg, sondern um ein streng geschütztes Naturgebiet, das man am besten aus der Ferne oder anhand seiner faszinierenden Geschichte kennenlernt.
Die Rinne ist etwa 780 Meter lang und fällt in nördlicher Richtung von der Gabelung des Skrajny Smreczyński-Grats und des Jaferowy-Grats ab, der den unteren Teil des Pyszna-Tals vom Tomanowa-Tal trennt. Dies ist ein raues und gefährliches Gelände - regelmäßig gehen hier große Lawinen ab, und 2005 riss eine Lawine mehrere hundert Fichten mitsamt Wurzeln aus und veränderte damit die Landschaft der Rinne für lange Zeit. Am Grund fließt ein Bach, der im oberen Teil zeitweise versiegt und auf der Wyżnia Smreczyńska-Lichtung völlig im Kalkuntergrund verschwindet, wie es für die Westtatra typisch ist.
Früher wurde das Gebiet als Weideland genutzt und gehörte zur Smreczyny-Alm, wo Schafe und Rinder weideten. Heute jedoch ist diese Weidewirtschaft dem Naturschutz gewichen - die Rinne liegt im strengen Schutzgebiet 'Pyszna, Tomanowa, Pisana' und ist für Touristen gesperrt.
AnfahrtGerade diese seltene Vegetation und die wilden, lawinenzerfurchten Hänge machen den Jaferowy Żleb, obwohl für Wanderer unzugänglich, zu einem faszinierenden Teil des Naturerbes der Westtatra.