Versteckt in einer glazialen Mulde an den Nordhängen des Berges Blyznytsia, auf 1.600 m Höhe, ist der Ivor-See einer der stillen Schätze des Svydovets-Massivs in den Ukrainischen Karpaten. Klein, klar und von urwüchsiger Natur umgeben — wer den Aufstieg auf sich nimmt, wird mit einer Ruhe belohnt, die man in den Bergen immer seltener findet.
Der See misst nur 55 m in der Länge und 21 m in der Breite, ist bis zu 1,2–1,5 m tief und liegt in einer länglich geformten Gletschermulde. Das Wasser ist bemerkenswert klar und kaum mineralisiert, der Grund mit grauem Schlamm bedeckt, die Ufer langsam von Seggen bewachsen — alles aus altem Moränenmaterial aufgebaut. Im Sommer leuchten die umliegenden Almenwiesen sattgrün und der See spiegelt den weiten Karpatenhimmel. Im Herbst zieht Nebel über die Hochflächen und verleiht dem Ort eine fast mystische Stimmung. Im Wasser leben ausschließlich winzige Krebstiere und Insektenlarven — ein Zeichen dafür, wie unberührt diese Ecke der Ukraine noch ist.
Anreise und ZugangDen Namen 'Drahobratske' verdankt der See dem nahe gelegenen Skigebiet Drahobrat im Norden — doch die Einheimischen nennen ihn seit jeher Ivor, ein Name, der aus alten slawischen Wörtern für 'Quelle' oder 'Wasser' stammt.