Der Holdvilág-árok, auf Deutsch etwa Mondlicht-Graben, ist einer der geheimnisvollsten Orte im Visegráder Gebirge in Ungarn. Es ist nicht nur eine beeindruckende Felsenschlucht, sondern auch ein Ort voller Legenden - manche Forscher vermuten hier den Standort der sagenumwobenen Stadt Attilas oder sogar das Grab von Fürst Árpád, wissenschaftlich belegt ist jedoch keine dieser Theorien.
Die vom Domini-Bach geformte Schlucht führt durch wildes, felsiges Gelände am Fuße des 556 Meter hohen Nagy-Csikóvár, im Gebiet des Nationalparks Duna-Ipoly. Auf dem Weg begegnen Wanderer kleinen, aus der Eiszeit stammenden Teichen mit seltenen Pflanzenarten sowie mehreren in den Fels gehauenen Höhlen. Die Atmosphäre ist rau und mystisch - feuchte, moosbewachsene Felsen, dichter Schatten und Stille machen verständlich, warum dieser Ort seit Jahrzehnten Schatzsucher und Archäologen anzieht.
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Praktische Informationen
Der Legende nach könnte hier das Grab von Fürst Árpád liegen - Archäologen fanden eine mittelalterliche Nekropole, Steine mit Runeninschriften und eine geheimnisvolle, in den Fels gehauene Kammer, bekannt als Weislich-Höhle.