Das Hochwasserrückhaltebecken Lauenstein ist ein beeindruckendes Bauwerk im Osterzgebirge, errichtet als Antwort auf die verheerende Flut von 2002. Hier trifft ingenieurtechnische Größe auf eine malerische Flusslandschaft, und ein Spaziergang über die Dammkrone bietet Ausblicke, die man sonst nirgends in dieser Region Sachsens findet.
Im Regelbetrieb ist das Becken nur zu einem kleinen Teil gefüllt, sodass sich eine weite, grüne Talmulde zeigt, umgeben von bewaldeten Hängen. Im Frühling und Sommer laden die Wiesen und Wälder des Osterzgebirges zu Wanderungen ein, im Herbst sorgen bunte Hänge für zusätzlichen Reiz, und im Winter verwandeln sich Damm und Tal in eine ruhige, verschneite Kulisse. Das Bauwerk selbst — 41,4 Meter hoch und 260 Meter breit — beeindruckt aus der Nähe, und der Blick hinunter auf die Stadt Lauenstein direkt unterhalb des Damms rundet das Erlebnis ab.
Anreise
Praktische Informationen
Interessant: Pläne für einen Damm an dieser Stelle reichen bis ins Jahr 1901 zurück und durchliefen mehrere Phasen — von Entwürfen aus den 1930er Jahren über Trinkwasserpläne für Dresden in den 1970ern bis zum endgültigen Bau nach den Fluten von 1997 und 2002.