Das Granackie Oko ist eines jener verborgenen Juwelen der Hohen Tatra, die sich nur den ausdauerndsten Bergwanderern offenbaren. Dieses winzige Bergsee-Auge liegt in den oberen Partien des Sławkowa-Tals auf der slowakischen Seite der Hohen Tatra — weit abseits markierter Wege.
Der kleine See liegt etwas westlich des Granacki-Sees, dem größten Wasserbecken des Sławkowa-Tals. Bei hohem Wasserstand verbinden sich beide Gewässer zu einem. Das Granackie Oko ist eingebettet zwischen Felstrümmern, am Fuß der Kleinen und Großen Granacka-Turm-Felsen. Die Atmosphäre ist rau und ursprünglich: Stille, zerklüftetes Gestein und das stille Wasser, das den Himmel spiegelt, schaffen das Gefühl echter Wildnis. Im Herbst leuchten die umliegenden Felswände in warmen Tönen, im Frühsommer halten sich noch Schneefelder in den Mulden rund um den See.
Anreise und ZugangDer slowakische Name Malé Szontaghovo pliesko erinnert an Miklós Szontagh, eine bedeutende Persönlichkeit der Tatra-Geschichte — und verleiht diesem stillen Bergsee eine überraschend reiche historische Tiefe.