Das Georgenfelder Hochmoor zählt zu den ältesten Naturschutzgebieten Sachsens — ein rund 10.000 Jahre altes Hochmoor auf der Kammhochfläche des Erzgebirges. Ein weitläufiger Bohlenweg führt mitten hinein in diese zerbrechliche, fast urtümliche Landschaft aus Moorkiefern, Wollgras und Moosbeere, die eher an die nordeuropäische Tundra erinnert als an ein Mittelgebirge.
Die leicht gewölbte, offene Moorfläche liegt auf etwa 870 m Höhe, unweit der markanten Felsklippen von Großem und Kleinem Lugstein mit dem auffälligen Fernmeldeturm dazwischen. Im Sommer summt es zwischen seltenen Pflanzen und Insekten, im Herbst leuchten die Heidelbeersträucher rot, im Winter verwandelt sich die Hochfläche in eine still verschneite Landschaft, ideal für ruhige Schneeschuhtouren. Das Wetter auf dem exponierten Kamm kann rasch umschlagen — warme Kleidung ist auch im Sommer ratsam.
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Praktische Informationen
Interessant: Das Moor wächst nur wenige Zentimeter pro Jahrhundert, und die etwa fünf Meter starke Torfschicht bewahrt Pollen, die tausende Jahre alte Klima- und Vegetationsdaten preisgeben.