Der Wieselstein — auf Tschechisch Loučná — ist mit 956 m ü. M. der höchste Gipfel des östlichen Erzgebirges und zugleich der höchste Punkt des Bezirks Most. Wer einen ruhigen, geschichtsträchtigen Gipfel mit Granitfelsen, Militärgeschichte und einem sich langsam erholenden Wald sucht, ist hier genau richtig.
Das Gipfelplateau ist breit und relativ flach, bewachsen mit Birken und Buchen. Der Fichtenwald, der in den 1980er Jahren durch industrielle Emissionen fast vollständig vernichtet wurde, erholt sich heute langsam wieder — eine stille, beeindruckende Naturgeschichte. Zwei Granitfelsen prägen das Gipfelbild: Der niedrigere, südliche Fels trägt zwei hölzerne Kreuze und ist der Endpunkt des markierten Wanderwegs. Der nördliche, höher gelegene Fels ist der eigentliche Hauptgipfel des Wieselsteins, liegt jedoch bereits auf dem Gelände des eingezäunten Wildgeheges Flájská obora. Auf ihm befinden sich ein Triangulationspunkt und ein eiserner Beobachtungsturm aus den 1950er Jahren, den einst die tschechoslowakische Armee nutzte. Fundamente weiterer Militärbauten und ein Betonweg sind noch heute sichtbar. Bei klarem Wetter bietet sich ein schöner Blick auf die Nachbargipfel: V Oboře (888 m) im Norden, Studenec (878 m) im Westen, Střelná (868 m) im Süden und Vlčí hora (890 m) mit Aussichtsturm im Osten.
Aufstieg zum GipfelDer eiserne Beobachtungsturm auf dem Gipfel ist ein echtes Relikt des Kalten Krieges — ein stiller Zeuge der Zeit, als dieser bewaldete Hügel der tschechoslowakischen Armee als strategischer Aussichtspunkt diente.