Das Grünseetal — slowakisch Zelená Javorová dolina — ist einer der wildesten und unberührtesten Winkel der Hohen Tatra: ein kaum einen Kilometer langes Seitental, eingebettet zwischen mächtige Gipfel und vollständig für Besucher gesperrt. Genau diese Unzugänglichkeit verleiht ihm seinen besonderen Reiz — hier regiert allein die Natur.
Das Tal schneidet sich in den Massiv der Široká (2210 m) ein, flankiert von den Gipfeln Štít nad Zelenou dolinkou (2131 m) und Žabí vrch Javorový (2174 m). Im Herzen des Tals, auf 1815 m Höhe, liegt das Zelené Javorové pleso — ein stiller Bergsee, dessen Wasser unterirdisch abfließt und den Grünen Javorbach speist. Im Sommer leuchtet das Tal in sattem Alpengrün, im Herbst glänzt es golden, und im Winter verwandelt es sich in eine schweigsame, schneebedeckte Einsamkeit.
Anreise und ZugangEin historisches Detail: Im Jahr 1885 stand am Ufer des Sees ein Jagdhaus von Fürst Christian von Hohenlohe — heute ist davon nichts mehr zu sehen, und das Tal ist in seinen ursprünglichen Zustand zurückgekehrt.