Das Zadnia-Jaworowa-Tal ist das höchstgelegene, nach Osten abknickende Stockwerk des Jaworowa-Talsystems in den slowakischen Hohen Tatra — ein wildes, terrassenförmig angelegtes Kar, das von mächtigen Graten und markanten Gipfeln umschlossen wird. Wer unberührte Hochgebirgslandschaft abseits der Massen sucht, wird hier fündig.
Die Szenerie ist klassisch alpin: senkrechte Felswände, ausgedehnte Schuttfelder und der rauschende Jaworowy-Bach begleiten den Weg ins Talinnere. Unterhalb der Wände des Javorový štít liegt auf 1.881 m Höhe der Žabie Javorové pleso — ein kleiner, grünlicher Bergsee, der regelmäßig von Steinschlag überschüttet wird und über den sich im Laufe der Jahrhunderte ein gewaltiger Schuttkegel aufgetürmt hat. Im Winter liegt das Tal tief verschneit und bleibt erfahrenen Bergsteigern vorbehalten; im Sommer verwandelt es sich in eine stille, steinige Kulisse mit Blicken entlang des Tatra-Hauptkamms.
Anreise und ZustiegAm Taleingang, auf etwa 1.700 m, erinnerte einst eine Gedenktafel an den legendären Tatra-Führer Klimek Bachleda, der 1910 bei einer Rettungsaktion am Malý Javorový štít ums Leben kam — nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie auf den Symbolischen Tatra-Friedhof versetzt.