Die Amazonok-barlangja gehört zu Ungarns besonders geschützten Höhlen und liegt versteckt im Pilis-Gebirge, mitten im Nationalpark Duna-Ipoly. Ein Ziel für echte Höhlenfans — man kommt hier nicht einfach so hinein, doch was sich darunter verbirgt, ist beeindruckend.
Die Höhle entstand im Trias-Kalkstein durch Lösung unterhalb des Karstwasserspiegels und ist heute inaktiv, verzweigt und mehrstöckig mit wechselnden Gefällen. Im Inneren warten Kamine, Schächte, Kugelnischen, Kalzitadern, Fossilien sowie zahlreiche Tropfsteinformen — Stalaktiten, Stalagmiten, Säulen, Sinterfahnen, Sinterrinnen und die charakteristischen Höhlenperlen (Pisolithe), sowohl kristallin als auch die klassische Kugelform. Der runde, 50x50 cm große Eingang ist mit einer Metalltür verschlossen, eine 3 Meter lange Eisenleiter führt hinab in die erste geräumige Kammer. Höhepunkt ist der Panoráma-Saal, ein überraschend großer Raum, in dem man aufrecht stehen kann, verziert mit kleinen Tropfsteinzapfen, Sinterfahnen und Sinterüberzügen an der Decke.
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Praktische Informationen
Erst 1997 von der Höhlenforschungsgruppe Anubisz entdeckt, brachte die Höhle auch prähistorische Funde zutage — darunter einen Beinknochen eines Wollnashorns, der zur Untersuchung ans Ungarische Nationalmuseum ging.