Der Scheschul (1728 m ü. NN) ist ein stiller, lohnender Gipfel im westlichen Teil des Tschornohora-Massivs in der ukrainischen Karpaten-Region Transkarpatien. Wer hier heraufsteigt, wird mit einer eindrucksvollen Panoramaaussicht und echter Wildnis belohnt — ganz ohne Menschenmassen.
Die Hänge und der Gipfel sind mit Gras- und Strauchvegetation sowie ausgedehnten Heidelbeerfeldern bedeckt — im Sommer duften sie verführerisch, im Herbst leuchten die Hänge in warmen Rot- und Orangetönen. Weiter unten gehen die Flächen in Buchen- und Buchen-Tannenwälder über. Vom Gipfel aus öffnet sich ein beeindruckendes Panorama: Im Nordosten erhebt sich der Petros (2020 m), im Osten der Howerla (2061 m) — der höchste Gipfel der Ukraine —, und im Nordwesten, jenseits des Schwarzen-Theiß-Tals, ist das Swydowez-Massiv mit der Blyznyzja (1883 m) zu erkennen. Der gesamte Gipfelbereich liegt innerhalb des Tschornohora-Naturreservats, eines Teils des Karpaten-Biosphärenreservats.
AufstiegsmöglichkeitenEine kuriose kartografische Geschichte: Sowjetische und spätere ukrainische Karten verzeichneten den Scheschul lange mit 1689 m — eine Höhe, die eigentlich dem Nachbargipfel Kopyzja gehört. Vorkriegs-polnische Karten lagen mit 1726 m bereits näher an der Wahrheit, und moderne Vermessungen bestätigten schließlich 1728 m.