Die Popadia (1.740 m ü. d. M.) ist ein einsamer und ursprünglicher Gipfel in den Gorganen, einem wilden Teilgebirge der Ukrainischen Karpaten. Wer abseits der ausgetretenen Pfade echte Bergeinsamkeit sucht, findet hier dichte Wälder, karge Schutthalden und weite Ausblicke.
Die Hänge der Popadia sind mit Fichten- und Buchen-Fichtenwäldern bedeckt, die sich zur Kuppe hin in Latschenkieferngebüsch und die für die Gorganen typischen Steinschuttfelder verwandeln. Der Berg liegt auf dem Wasserscheiderrücken zwischen den Quellgebieten der Flüsse Lymnyzja und Tereswa, an der Grenze zwischen den Gebieten Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien. Vom Gipfel reicht der Blick zu den Nachbargipfeln: Mala Popadia (1.597 m), Parenky (1.735 m), Grofa (1.748 m) und die beeindruckende Velyka Syvulja (1.836 m). Im Sommer leuchten die Hänge in sattem Grün, der Herbst taucht die Wälder in Gold und Rot, und im Winter ist solide Ausrüstung unerlässlich.
AufstiegsmöglichkeitenDiese alten Grenzpfähle auf dem Gipfel sind ein stilles, aber eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte — ein greifbarer Hinweis darauf, dass dieser Kamm bis 1939 eine internationale Grenze zwischen Polen und der Tschechoslowakei bildete.