Der Petrosul (1.848 m ü. NN.) ist ein markanter Gipfel im nordwestlichen Teil des Tschornohora-Massivs in den Ukrainischen Karpaten. Er liegt knapp nördlich des bekannteren Petros und ist ein natürlicher Wegpunkt auf der Route von Jasinja — ein Gipfel mit echtem Charakter und einer überraschenden Doppelnatur.
Was den Petrosul besonders macht, ist seine ausgeprägte Asymmetrie: Die südwestlichen Hänge sind sanft gewellt und mit Sphagnum-Rhododendron-Gemeinschaften sowie Heidelbeerfluren bedeckt, während die Nordostseite in einem rund 50 Meter hohen Steilabbruch endet. Der Untergrund besteht aus Sandstein, dessen Felsspalten von robusten Petrophyten besiedelt werden. Im Sommer öffnen sich weite Panoramen über die gesamte Tschornohora-Kette; im Winter und Frühling verwandelt sich der Nordosthang in eine ernste Passage mit Vereisung und Schneewächten.
Anfahrt und AufstiegDie ausgeprägte Asymmetrie des Gipfels ist sein heimliches Markenzeichen: Von Süden wirkt er wie eine sanfte Hochfläche, von Norden zeigt er sich als wildes, felsdurchsetztes Gebirge — zwei Gesichter, ein Gipfel.