Die Dreiherrnspitze (3499 m) ist ein markanter Gipfel in der Venedigergruppe der Hohen Tauern, der alle Nachbarberge deutlich überragt und genau auf der Grenze zwischen Salzburg, Osttirol und Südtirol liegt. Als Dreiländereck war sie einst Treffpunkt dreier mittelalterlicher Herrschaftsgebiete, heute ist sie vor allem ein beliebtes Ziel für Hochtourengeher.
Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben - im Norden das zerklüftete Krimmler Kees, im Osten und Süden das weitläufige Umbalkees, im Westen das bis in die Gipfelregion reichende Lahner Kees. Die 450 Meter hohe, teilweise vereiste Nordostwand mit über 60° Neigung beeindruckt schon von Weitem. Die Aussicht vom Gipfel ist grandios, da die Dreiherrnspitze deutlich höher ist als ihre Nachbargipfel. Jede Route führt über Gletscher, weshalb entsprechende Ausrüstung und alpine Erfahrung unerlässlich sind.
Anstieg zum GipfelDie erste gesicherte Besteigung erfolgte am 2. November 1866 durch Balthasar Ploner mit Michael Dorer und Isidor Feldner. Der Name erinnert bis heute an die Zeit, als hier die Gebiete der Grafen von Tirol, der Grafen von Görz und der Fürstbischöfe von Salzburg zusammentrafen.