Die Talsperre Mauer bei Pilchowice ist ein monumentales Ingenieurbauwerk aus der Kaiserzeit — die höchste Steinbogensperre Polens, 62 Meter hoch, errichtet zwischen 1902 und 1912 im malerischen Bobertal. Wer einmal auf der Dammkrone steht und auf den glitzernden Stausee blickt, versteht sofort, warum dieser Ort Besucher aus ganz Europa anzieht.
Die Stimmung hier ist einzigartig: Die mächtige Steinmauer fügt sich fast organisch in die bewaldeten Hänge des Bobertals ein und erinnert an eine mittelalterliche Festung. Von der Krone aus genießt man einen weiten Blick über den 240 Hektar großen Pilchowice-See und die umliegenden Hügel. Im Frühling leuchtet das Grün der Wälder besonders intensiv, im Sommer spiegelt sich das Licht auf dem Wasser, im Herbst verwandeln die Laubwälder die Umgebung in ein Meer aus Gold und Rot — und an nebligen Wintermorgen bekommt die Anlage eine geheimnisvolle, fast romantische Atmosphäre.
AnreiseEin beeindruckendes historisches Detail: Bei ihrer Fertigstellung 1912 war die Talsperre Mauer die größte Stein-Beton-Talsperre in ganz Europa — ein Titel, der vom Ehrgeiz ihrer Erbauer, darunter Professor Otto Intze, eindrucksvoll zeugt.