Der Kynast ist ein kleines Juwel im Vorgebirge des Riesengebirges — auf seinem 612 Meter hohen Gipfel thront die stimmungsvolle Ruine der mittelalterlichen Burg Kynast, die aus dem Granitfels emporzuwachsen scheint. Ein Ausflug hierher lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
Die bewaldeten Hänge mit Buchen, Kiefern und Fichten verwandeln sich mit den Jahreszeiten: Im Sommer spendet dichtes Grün angenehmen Schatten, im Herbst leuchten die Baumkronen in Gold und Rot. Die Südwestflanke bricht in einem mehrere Dutzend Meter hohen Felsabbruch ab, während am Fuß der Nordhänge die sogenannten 'Räuberfelsen' sowie zwei kleine Höhlen — Dziurawy Kamień und Jaskinia Zbójecka — auf Entdeckung warten. Das gesamte Gebiet gehört zur Enklave des Karkonosze-Nationalparks und beherbergt den Grauspecht, den Zwergschnäpper sowie seltene Pflanzen wie das Silberblatt.
Aufstiegswege zum GipfelDie lokale Sage erzählt von der grausamen Prinzessin Kunigunde, die ihre Verehrer dazu zwang, die Burgmauern auf einem schmalen Felsvorsprung zu Pferd zu umreiten — nur die wenigsten überlebten diese Prüfung.