Der Tiefenbach-Wasserfall zählt zu den höchsten Wasserfällen Sachsens - dabei ist er gar kein Naturwunder, sondern ein Produkt des Bergbaus. Mit einer Gesamtfallhöhe von etwa 40 Metern beeindruckt er besonders nach starken Regenfällen.
Der Wasserfall liegt oberhalb von Geising an der Straße nach Altenberg auf rund 660 Metern über Normalnull, eingebettet in die typische Bergbaulandschaft des Erzgebirges. Er stürzt in zwei Stufen hinab - der obere Teil, etwa 15 bis 20 Meter hoch, fällt frei und ist von einer Aussichtsplattform aus vollständig einsehbar, während der untere Teil, ähnlich hoch, in eine Röhre unter der Plattform verschwindet und nur im obersten Bereich zu sehen ist. Zu jeder Jahreszeit lohnt sich der Besuch, doch im Frühjahr oder nach Regengüssen ist das Schauspiel besonders eindrucksvoll, wenn die Wasserführung auf bis zu 5 Kubikmeter pro Sekunde ansteigen kann, verglichen mit den üblichen 0,1 bis 1,0 Kubikmeter.
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Praktische Informationen
Entstanden ist der Wasserfall eigentlich nur als Nebeneffekt der Stabilisierung einer Spülhalde aus der Zinngewinnung - seine Geschichte umfasst sogar einen Rohrbruch im Jahr 1966, bei dem rund 200.000 Kubikmeter roter Schlamm über Geising strömten.