Die St.-Annenkirche in Annaberg-Buchholz ist das Wahrzeichen der Stadt und eine der bedeutendsten spätgotischen Hallenkirchen Sachsens — 65 Meter lang, 40 Meter breit und mit einem 78 Meter hohen Turm, der weithin über das Erzgebirge zu sehen ist. Wer sie betritt, taucht unmittelbar in eine Welt ein, in der Spätgotik und Frührenaissance auf faszinierende Weise ineinandergreifen.
Das Herzstück des Inneren ist das von Jacob Haylmann geschaffene Schlingrippengewölbe, das Kunsthistoriker als den 'Helden des Innenraumes' bezeichnen. An drei Seiten laufen Emporen mit insgesamt 100 Relieftafeln entlang, und der Bergaltar von 1521 zeigt das Leben der Erzgebirger Bergleute in atemberaubender Detailtreue. Die Atmosphäre ist zu jeder Jahreszeit besonders: Im Winter taucht gedämpftes Licht die restaurierten Originalfarben in ein warmes Glühen, im Sommer strömt helles Licht durch die tief herabgeführten Fenster der Hauptapsis.
AnreiseGebaut wurde die Kirche dank des Silberreichtums des Erzgebirges — Herzog Georg der Bärtige gründete 1497 die Stadt und weihte ihre Kirche der Heiligen Anna, der Schutzpatronin der Bergleute, was sowohl dem Gotteshaus als auch der Stadt ihren Namen gab.