Die Schneegruben im Riesengebirge sind zwei gewaltige glaziale Kare, die tief in den Karkonoszengranit eingeschnitten sind — ein wilder, dramatischer Ort mit senkrechten Felswänden, alpinen Blumenwiesen und kleinen Gletscherseen. Wer einmal an ihrem Rand gestanden hat, versteht sofort, warum sie seit 1933 unter Naturschutz stehen.
Die Große Schneegrube beeindruckt mit bis zu 150 m hohen Felswänden, die Kleine Schneegrube ist mit rund 300 m Tiefe die tiefere der beiden. Zwischen den Moränenwällen auf dem Karboden liegen drei periodische Gletscherseen, die sogenannten Śnieżne Stawki. Von der oberen Karrrandkante reicht der Blick über das Isergebirge, das Hirschberger Tal und bei guter Sicht sogar bis zur Zobteneberg-Gruppe. Im Winter verwandeln sich die Kare in lawinengefährdetes Hochgebirgsgelände mit echtem Alpencharakter.
Anreise und WegeIm sogenannten Basaltkar der Kleinen Schneegrube wächst der Schnee-Steinbrech Saxifraga nivalis — sein einziger Standort in ganz Mitteleuropa. Diesen außergewöhnlichen Flecken Erde sollte man mit entsprechendem Respekt betreten.