Die Kesselkoppe (tschechisch Kotel, 1435 m ü. NHN) ist einer der markantesten Gipfel des Riesengebirges — der zehnte höchste Berg Tschechiens und zugleich höchster Punkt des Bezirks Semily. Wer die wilde Seite des Riesengebirges sucht, ist hier genau richtig.
Der Berg erhebt sich etwa 5 km ostnordöstlich des bekannten Skiorts Rokytnice nad Jizerou und besteht überwiegend aus Glimmerschiefer, der durch die herzynische Faltung geformt wurde. An seiner Südostflanke liegen die beiden Kare Malá und Velká Kotelní jáma, die im Winter erhebliche Lawinengefahr bergen. Im Sommer laden offene Kammlagen mit Fernsicht auf Nachbargipfel wie die Kahlkoppe (Lysá hora, 1344 m) oder die Harrachsteine (1421 m) zum Wandern ein. Im Winter werden die Loipen rund um die Kesselkoppe präpariert — ein Eldorado für Langläufer.
AufstiegsmöglichkeitenFrüher trug der Berg den Namen Krkonoš — genau jenen Namen, den das gesamte Gebirge trägt. In der Nähe erinnert ein Gedenkstein an das tragische Schicksal der Skiläufer Hanč und Vrbata, die hier 1913 in einem Sturm ums Leben kamen.