Die Treppe des Schreckens ist eine hölzerne Treppe in Jáchymov, die eine der bedrückendsten Geschichten des tschechischen Grenzgebiets in sich trägt. Dies ist kein gewöhnlicher Wanderweg, sondern eine Gedenkstätte, an der 270 steile Stufen einst Gefangene eines Arbeitslagers täglich zum Schacht Svornost und zurück zwangen - in den dunkelsten Jahren des kommunistischen Uranabbaus.
Die Nachbildung der Treppe führt einen steilen Hang oberhalb des ehemaligen Schachts hinauf, mit einer Neigung von 25 bis 28 Grad, also etwa 50 Prozent Steigung. So bekommen Besucher zumindest eine Ahnung von der Erschöpfung, die die Häftlinge Tag für Tag ertragen mussten. Die Umgebung ist still und bewaldet, die Atmosphäre lädt eher zum Nachdenken als zu typischer Wanderfreude ein. Im Herbst und Winter, wenn Nebel über das Erzgebirge zieht, wirkt der Ort besonders eindringlich.
Anreise
Praktische Informationen
Interessant ist, dass die Stätte in den Medien manchmal fälschlich als 'Mauthausen-Treppe' bezeichnet wird - ein Name, der als respektlos gegenüber den Opfern der echten Todesstiege im KZ Mauthausen gilt, da hier niemals vergleichbare Gräueltaten stattfanden.