Die Rieslochfälle zählen zu den schönsten Wasserfällen im Bayerischen Wald und verbergen sich in einer wilden Schlucht nahe Bodenmais. In fünf Hauptstufen stürzt das Wasser insgesamt 55 Meter in die Tiefe, der Hauptfall allein misst 15 Meter — ein beeindruckendes Schauspiel, besonders nach der Schneeschmelze oder starken Regenfällen.
Das Riesloch entstand durch rückschreitende Erosion im Gneisgestein und erstreckt sich über 1,6 Kilometer auf einer Höhe zwischen 780 und 920 Metern. Umgeben ist es von urwaldähnlichen Bergmischwäldern und Fichtenwäldern mit moosbewachsenen Felsen und seltenen eiszeitlichen Pflanzen- und Tierarten. Die Atmosphäre wirkt fast urzeitlich — feuchte Luft, das Rauschen des Wassers und satter grüner Moosbewuchs schaffen ein einzigartiges Mikroklima, das im Frühling und Sommer besonders eindrucksvoll ist, während im Winter vereiste Felsen ihren eigenen rauen Charme entfalten.
Anreise
Praktische Informationen
Übrigens: Seit 1908 wird ein Teil des Wassers zur Elektrizitätsgewinnung abgeleitet, wodurch die Fälle etwas an Wasserreichtum verloren haben — dennoch begeistern sie Besucher bis heute mit ihrer Kraft und Schönheit.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)