Schloss Matzdorf ist eines jener Bauwerke, die man beim Wandern durch die Raudener Berge (Wzgórza Radoniowskie) fast zufällig entdeckt — und die man so schnell nicht vergisst. Erbaut 1838, beeindruckt der halbrunde Risalit mit Balkon auf vier dorischen Säulen bis heute alle, die auf den Spuren der schlesischen Aristokratie unterwegs sind.
Das Schloss liegt im Tal des Matzdorfer Baches, umgeben von einem Park, der im Sommer sattgrün und im Herbst besonders farbenfroh ist. Eine ruhige Gegend abseits des Trubels, ideal für alle, die Wandern mit Kulturgeschichte verbinden möchten. Im Winter betont Schnee die klassizistischen Linien des Gebäudes, im Frühling erwacht der Park zusammen mit den umliegenden Hügeln zum Leben.
AnfahrtWenig bekannt ist, dass das Schloss während des Zweiten Weltkriegs als Sommerresidenz des japanischen Botschafters im Dritten Reich, General Hiroshi Ōshima, diente — ein bemerkenswertes Kapitel in der Geschichte dieses stillen Winkels Niederschlesiens.