Das Museum Kalkwerk Lengefeld gehört zu den bedeutendsten Denkmälern der alten Bindemittelindustrie in Europa und liegt versteckt in den Wäldern des Erzgebirges bei Pockau-Lengefeld. Es war das letzte Bergwerk Sachsens mit Schachtförderung, und die Kalkgewinnung an diesem Standort reicht fast 500 Jahre zurück bis ins 16. Jahrhundert.
Beim Rundgang durch das Gelände taucht man ein in eine vergangene Industrieepoche - Kalkbrennöfen, Förderturm, Schmiede und Pferdeställe bilden zusammen ein geschlossenes, stimmungsvolles Ensemble, das als Teil des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge ausgezeichnet ist. Im Sommer umgibt das Areal saftiges Grün der umliegenden Wälder, und im angrenzenden ehemaligen Tagebruch blühen im Juni und Juli tausende wildwachsende Orchideen. Im Winter wirken die industriellen Silhouetten unter Raureif und Schnee besonders eindrucksvoll und still.
AnreiseEin spannendes Detail: Während des Zweiten Weltkriegs wurden Teile der Dresdner Gemäldegalerie in den unterirdischen Kammern des Werks eingelagert - die hohe Luftfeuchtigkeit setzte den Kunstwerken damals jedoch erheblich zu.