Unter einem Privathaus in Dunakeszi verbirgt sich eines der bemerkenswertesten Zeugnisse des römischen Donaulimes - die Ruinen eines spätrömischen Hafenkastells aus dem 4. Jahrhundert. Zufällig entdeckt, bietet der Ort heute in einem kleinen privaten Museum einen seltenen Einblick in die römische Grenzverteidigung.
Das Kastell war Teil des ambitionierten Plans von Kaiser Valentinian I., das linke Donauufer zwischen den Gebieten der Quaden und Sarmaten zu kontrollieren. Direkt gegenüber, in Horány, stand ein Zwillingskastell, und einst verkehrte hier eine Fähre - erstaunlicherweise fährt heute fast an derselben Stelle eine moderne Fähre. Ein 28 Meter langer Abschnitt der Südmauer ist erhalten, einer der besterhaltenen unter den bekannten Hafenkastellen dieser Art in Ungarn. Die Atmosphäre ist persönlich und authentisch, da Besichtigungen in kleinen Gruppen im tatsächlichen Haus stattfinden, in dem die Ruinen gefunden wurden.
AnreiseInteressant ist, dass das Kastell 2002 zufällig beim Hausbau entdeckt wurde und sich der Besitzer entschied, die Ruinen zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, statt sie wieder zuzuschütten.