Über der Stadt Most erhebt sich auf dem gleichnamigen Berg die neugotische Burg Hněvín — ein Bauwerk, das mittelalterlich wirkt, tatsächlich aber erst um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in seiner heutigen Form entstand. Die Geschichte des Burgbergs selbst reicht jedoch bis in die Urzeit zurück, wie archäologische Funde belegen.
Der Hněvín-Berg ist eine grüne Oase direkt über dem industriell geprägten Most — bewaldete Hänge, angelegte Wege und Parkanlagen umgeben die Burg und bilden einen reizvollen Kontrast zum Mostecká-Becken darunter. Vom Burgturm aus genießt man einen Rundumblick auf die ganze Stadt, das Mostecká-Becken, das Erzgebirge (Krušné hory) und das Böhmische Mittelgebirge (České středohoří) — ein Ausblick, der besonders bei Sonnenuntergang lange in Erinnerung bleibt. Im Frühling und Sommer ist der Berg satt grün und bei Einheimischen für Spaziergänge beliebt, im Herbst sorgt buntes Laub für Stimmung, und an klaren Wintertagen reicht die Sicht vom Turm besonders weit.
Anreise
Praktische Informationen
Wissenswert: Der englische Alchemist Edward Kelley, auf Befehl von Kaiser Rudolf II. hier inhaftiert, starb 1597 in den Kerkern der Burg — ein Ereignis, das noch heute mit einem jährlichen Fest gewürdigt wird.