Die Burg Rosenau — auf Rumänisch Cetatea Râșnov — thront auf einem bewaldeten Kalksteinhügel über der gleichnamigen Stadt im Kreis Kronstadt (Brașov) und gilt als eine der besterhaltenen Bauernburgen Siebenbürgens. Ihre massiven Mauern, acht viereckige Türme und ein polygonaler Turm erzählen von Jahrhunderten tapferer Verteidigung gegen tatarische, osmanische und andere feindliche Truppen. Wer hierher kommt, erlebt mittelalterliche Geschichte zum Anfassen.
Die Burg liegt auf einem felsigen, von Wald umgebenen Hügel, dessen einziger natürlicher Zugang von Osten führt — eine strategische Meisterleistung, die dem Bauwerk seine fast uneinnehmbare Stärke verlieh. Auf drei Seiten fallen die Hänge rund 150 Meter steil ab. Im Sommer leuchtet das umgebende Grün satt und einladend, im Herbst glühen die Wälder in warmen Rotgoldtönen, und im Winter verleiht Schnee den Ruinen eine romantische Stille. Von den Zinnen genießt man herrliche Ausblicke auf Rosenau und die Karpaten.
Anreise und AufstiegIm Zentrum der Burg befindet sich ein 98 Meter tief in den Fels gehauener Brunnen. Die Legende besagt, zwei türkische Gefangene hätten ihn im Tausch gegen ihre Freiheit gegraben — Dokumente belegen jedoch, dass sächsische Handwerker zwischen 1623 und 1640 im Auftrag der Stadtverwaltung Rosenau damit betraut wurden.