Der Vf. Ciocanu (1.157 m ü. d. M.) ist ein stiller, einladender Gipfel am Eingang zum Dorf Ciocanu — einer der höchstgelegenen Dauersiedlungen Rumäniens. Er liegt genau auf der alten Grenze zwischen Muntenien und Siebenbürgen und bietet ein Panorama, das weit über seine bescheidene Höhe hinausgeht.
Von der Südseite des Gipfels eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf das Bucegi-Massiv, das Piatra-Craiului-Gebirge und die Leaota-Berge. Das satte Grün der Almwiesen, das Grau der Felsen und das Weiß des Schnees auf den Kämmen ergeben ein farbenprächtiges Bild zu jeder Jahreszeit. Die Gegend ist deutlich ruhiger als das nahegelegene Bran und eignet sich hervorragend für entspannte Wanderungen abseits des Massentourismus. Familien mit Kindern sind hier besonders willkommen.
AufstiegsmöglichkeitenDer Name 'Ciocanu' bedeutet im lokalen Dialekt so viel wie 'Spitze' oder 'Hügel' — und die Dorfbewohner sagen noch heute 'Ich gehe auf den Vârful Ciocanului', eine Redewendung, die mindestens ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Die Gegend war im August 1916 Schauplatz der ersten Gefallenen der rumänischen Armee im Ersten Weltkrieg.