Das römische Kastell Cumidava ist eines der spannendsten archäologischen Denkmäler Siebenbürgens — eine gut erhaltene Grenzfestung, die einst die Provinz Dakien vor Angriffen aus den Karpaten schützte. Wer Geschichte hautnah erleben möchte, wird hier auf seine Kosten kommen.
Das Kastell liegt auf der mittleren Terrasse des Flusses Bârsa, etwa 4 km nordwestlich von Râșnov, nahe der Grenze zur Gemeinde Vulcan. Das Gelände ist offen und sanft hügelig, mit weitem Blick auf die umliegenden Berge. Im Sommer leuchtet die Landschaft satt grün, im Herbst verwandeln sich die Farben zu warmem Gold — besonders schön für einen Besuch der Ruinen. Im Frühjahr und Herbst herrscht eine ruhige, fast meditative Stimmung, die den Ort besonders authentisch wirken lässt.
AnreiseUrsprünglich nach 106 n. Chr. aus Erde und Holz erbaut, wurde die Festung nach 126 n. Chr. in Stein umgebaut — jene Mauern stehen zum Teil noch heute. Im 18. Jahrhundert nannten die Einheimischen die Ruinen schlicht 'Erdenburg', und die Dorfbewohner von Vulcan suchten in Gefahrenzeiten hinter ihren Mauern Schutz.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)