Schloss Bran — auf Rumänisch Castelul Bran, auf Deutsch auch die Törzburg genannt — thront dramatisch auf einem Felsen an der historischen Grenze zwischen Siebenbürgen und der Walachei und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Rumäniens. Als 'Draculaschloss' vermarktet, hat es eine weit spannendere Geschichte zu bieten als den Vampirmythos allein.
Die Silhouette des Schlosses vor den Karpaten beeindruckt zu jeder Jahreszeit. Im Frühling blühen die Wiesen rund um den Burgberg, im Sommer strömen Besucher aus aller Welt durch die mittelalterlichen Höfe, im Herbst leuchten die Wälder in warmen Farbtönen, und im Winter hüllt dichter Nebel die gesamte Anlage in eine fast unheimliche Atmosphäre. Im Inneren sind Kunstwerke und Möbel der rumänischen Königin Marie zu sehen, die Bran zu ihrem liebsten Sommerdomizil machte.
AnreiseÜbrigens: Trotz des weltbekannten Dracula-Mythos sind sich Historiker einig, dass Vlad der Pfähler hier nie lebte — und Bram Stoker, der 1897 seinen Roman 'Dracula' schrieb, kannte das Schloss Bran höchstwahrscheinlich gar nicht. Gebaut wurde es 1377 von den Siebenbürger Sachsen aus Kronstadt und diente jahrhundertelang als Militärfestung und Zollposten.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)