Auf dem Gipfel der Schneekoppe (1602 m ü.d.M.) — dem höchsten Berg des Riesengebirges und der gesamten Sudeten — thront eines der markantesten Gebäude der polnischen Bergwelt. Das futuristische Observatorium in Form dreier gestapelter fliegender Untertassen ist schon von weitem sichtbar und verspricht Ausblicke, die lange in Erinnerung bleiben.
Das Panorama von der Schneekoppe beeindruckt zu jeder Jahreszeit. An klaren Sommertagen reicht der Blick über das Hirschberger Tal, das tschechische Riesengebirge und weit entfernte Bergrücken. Im Winter verwandelt sich der Gipfel in eine arktische Welt — Schnee liegt hier durchschnittlich ein halbes Jahr, und der Wind erreicht Orkanstärke (Rekord: 234 km/h). An mehr als 300 Tagen im Jahr liegt der Gipfel im Nebel, weshalb ein klarer Tag ein echtes Erlebnis ist.
So erreicht man den AussichtspunktDas Observatorium liefert seit 1975 ununterbrochen Wetterdaten und ist eine von nur zwei polnischen Hochgebirgsstationen im weltweiten WMO-Netzwerk. Der kühne modernistische Entwurf der Breslauer Architekten wurde 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt präsentiert — eine fliegende Untertasse, die auch als Wetterstation dient.