Der Steinboden — tschechisch Studniční hora — ist mit 1.555 m der dritthöchste Gipfel des Riesengebirges und ganz Tschechiens. Wer die überfüllten Wege zur Schneekoppe vermeiden möchte und dennoch echtes Hochgebirgsfeeling sucht, wird hier fündig.
Der Gipfel ist kuppenförmig und breit gerundet — nach Norden und Westen fallen die Hänge sanft ab und laden zu entspannten Wanderungen ein. Ganz anders zeigt sich der Berg nach Osten und Süden: Dort stürzt das Gelände steil in den Riesengrund (Obří důl) und das Modrý-Tal hinab. Imposante Gletscherkar — die Úpská jáma, Malá und Velká Studniční jáma — prägen diese Seite des Berges. Im Winter bilden sich hier mächtige Schneewechten und die Lawinengefahr ist real. Besonders bekannt ist der südliche Lawinenhang mit einem ausdauernden Schneefeld, das im Volksmund 'Landkarte der Republik' genannt wird, weil seine Form an den Umriss der früheren Tschechoslowakei erinnert. Zwischen dem Hauptkamm und dem Gipfel breitet sich das Úpa-Hochmoor aus, Quellgebiet der Úpa und der Weißen Elbe — ein botanisch bedeutsamer, stimmungsvoller Ort zu jeder Jahreszeit.
AufstiegsmöglichkeitenÜbrigens trennen Steinboden und die benachbarte Luční hora (Wiesenkoppe) gerade einmal 55 Zentimeter Höhenunterschied — eine denkbar knappe Platzierung im Ranking der höchsten Gipfel Tschechiens.