Der Hochwiesenberg (1.555 m ü. M.), auf Tschechisch Luční hora, ist der zweithöchste Gipfel Tschechiens und zugleich der höchste Berggipfel, der vollständig auf tschechischem Staatsgebiet liegt — die Kuppe der Schneekoppe gehört offiziell zu Polen. Dieser breite, kuppenförmige Berg im Herzen des Riesengebirges bietet echte Wildnis abseits der touristischen Hauptwege.
Das Gipfelplateau ist kahl, flach und weitläufig, mit freiem Blick auf die geschwungenen Kämme des Riesengebirges. Im Sommer prägen alpine Matten und Steinfelder das Bild, im Winter verwandeln sich die Hänge in Lawinenhänge. Geologisch ist der Berg einzigartig in Tschechien: Er zeigt Streifen- und Polygonböden, Kryoplanationsterrassen sowie ausgedehnte Blockmeere. Zahlreiche Bäche entspringen hier und speisen sowohl die Elbe als auch die Aupa.
Anfahrt und Aufstieg
Praktische Hinweise
Eine kleine Kapelle am Weg zum Blauen Sattel wurde ursprünglich zum Gedenken an Václav Renner errichtet, der 1798 hier ums Leben kam — heute ehrt sie alle Opfer des Riesengebirges und verleiht dem Aufstieg eine stille, nachdenkliche Note.