Der Lukasattel ist ein breiter, offener Gebirgspass auf 2180 m ü. d. M. in der slowakischen Hohen Tatra — ein Ort, an dem sich die hochalpine Landschaft in alle Richtungen weit entfaltet und ein echtes Freiheitsgefühl vermittelt. Er liegt in einem Seitenkamm, der westlich vom Gipfel der Kończysta abzweigt, und trennt diesen vom Massiv der Tępa.
Der Pass hat zwei sehr unterschiedliche Gesichter: Von der Stwolska-Seite fällt das Gelände in einem sanften, angenehmen Hang ab, was den Aufstieg von dort vergleichsweise leicht macht. Auf der Seite des Złomiska-Tals hingegen fällt der Pass steil in ein felsiges Schuttfeld ab — ein eindrucksvoller Anblick, der daran erinnert, dass die Hohe Tatra stets Respekt verdient. Im Sommer ist der Sattel ein sonniger, luftiger Aussichtspunkt; im Winter verwandelt er sich in ein anspruchsvolles, schneebedecktes Terrain, das nur erfahrenen Bergsteigern mit entsprechender Ausrüstung vorbehalten ist.
Wie man den Aussichtspunkt erreichtDer Name des Passes leitet sich vom Stwolska-Tal ab, das wiederum nach dem Zipser Dorf Stwoła benannt wurde. Der erste dokumentierte touristische Aufstieg fand 1874 statt, während die erste Winterbegehung erst im Februar 1906 gelang — ein Zeugnis dafür, wie hart die Bedingungen hier außerhalb des Sommers sein können.