Die Starobociańska Przełęcz (1.965 m ü. M.) ist ein breiter, waldfreier Sattel im Hauptkamm der Westlichen Tatra, direkt auf der polnisch-slowakischen Staatsgrenze. Wer hierher wandert, wird mit einem weit geöffneten Panorama belohnt — ganz ohne steilen Gipfelanstieg.
Der Sattel hat den typischen Charakter einer Hochweidefläche: offen, grasig und von Wind umweht. Von hier aus genießt man schöne Ausblicke auf das slowakische Račkova-Tal, den Kečka-Massiv und die polnische Seite der Tatra. Da die Vegetation auf dieser Höhe kaum stört, bleibt das Sichtfeld in alle Richtungen frei. Im Sommer blühen alpine Wildblumen, im Herbst leuchtet das Gras in Gold und Rostbraun. Im Winter sind Schnee und Lawinengefahr ernst zu nehmen — die beste Reisezeit liegt zwischen spätem Frühjahr und Herbst. Knapp unterhalb des Sattels, auf der slowakischen Seite in einem Gletscherkar, liegen die Račkové plesa (1.717 m) — zwei malerische Bergseen, die bei ausreichend Wasser zu einem einzigen verschmelzen.
So erreicht man den AussichtspunktDie Gletscherseen der Račkové plesa unmittelbar unterhalb des Sattels sind ein naturkundliches Highlight — ein schöner Grund mehr, diesen abgelegenen Winkel der Westlichen Tatra zu besuchen.