Der Sattel Przełęcz pod Osobitą (1521 m) ist einer jener stillen Aussichtspunkte in der Westlichen Tatra, die Wanderer mit Ruhe, Weitsicht und dem Gefühl echter Abgeschiedenheit belohnen. Es ist der höchste für Besucher zugängliche Punkt des Osobitá-Massivs — der Gipfel selbst ist seit 1989 wegen eines strengen Naturschutzgebiets gesperrt, sodass der Sattel zum natürlichen Ziel jeder Wanderung in diesen Teil der Slowakischen Tatra geworden ist.
Oben empfängt einen eine kleine, blumenreiche Lichtung inmitten von Kalkfelsen. Früher diente sie als Almweide, heute wächst sie langsam zu, was ihren wilden, ursprünglichen Charakter nur unterstreicht. In westlicher Richtung öffnet sich der Blick auf Zuberzec und das Orava-Tal — besonders schön im Morgenlicht oder im Herbst, wenn die Wälder leuchten. Im Sommer blühen Bergblumen, im Winter liegt die ganze Umgebung still unter Schnee.
So erreicht man den AussichtspunktDas Naturschutzgebiet Osobitá wurde 1974 gegründet und umfasst über 450 Hektar seltener Kalkstein-Lebensräume — wer den Sattel erreicht, steht an der Schwelle zu einem der wildesten Schutzgebiete der Westlichen Tatra.