Der Grześ (1653 m ü.d.M.) gehört zu den zugänglichsten und lohnendsten Gipfeln der Westlichen Tatra — ideal für alle, die ein großartiges Bergpanorama ohne klettertechnische Schwierigkeiten erleben möchten. Der Doppelgipfel liegt direkt auf der polnisch-slowakischen Grenze und zieht Wanderer von beiden Seiten der Tatra an.
Die sanft gerundeten, grasbewachsenen Gipfelflächen laden zum Verweilen ein. Das Panorama über die Westliche Tatra ist in alle Richtungen weit geöffnet — besonders beeindruckend im Herbst, wenn die Hänge sich in ein Farbenspiel aus rostbraunen Gräsern, roten Heidelbeerflecken und gelbem Teppichgras verwandeln. Im Süden erinnert die Silhouette der Rohacze-Gipfel täuschend an die Hohe Tatra. Zwischen den beiden Gipfeln versteckt sich ein kleiner Saisonteich, und ein Holzkreuz markiert den höchsten Punkt. Im Winter sind die Hänge des Grześ ein beliebtes Skigelände — eine Tradition, die bereits aus der Vorkriegszeit stammt.
AufstiegsmöglichkeitenDas Holzkreuz auf dem Gipfel wurde 1992 errichtet — zum Gedenken an die geheimen Treffen polnischer und slowakischer Oppositionsaktivisten während der kommunistischen Zeit. Ein stiller, aber bedeutsamer Ort der grenzüberschreitenden Solidarität.