Der Platzenberger Pass (817 m ü.d.M.) liegt im Herzen der Ostsudeten, genau auf der polnisch-tschechischen Grenze zwischen dem Schneegebirge und den Bialischen Bergen. Wer hier steht, befindet sich an einem der geschichtsträchtigsten Übergänge der Region — einst die Grenze zwischen Schlesien und Mähren.
Der Pass ist von dichtem Fichtentiefwald umgeben, der ihm eine stille, fast geheimnisvolle Atmosphäre verleiht. Die benachbarten Gipfel Sierstkowa (974 m) und Rykowisko (948 m) bilden eine markante Kulisse. Im Herbst hüllen sich die Hänge in Nebel und tiefes Waldgrün, im Winter liegt hier oft Schnee und Stille. Früher verlief hier die Grenze zwischen dem Königreich Preußen und Österreich-Ungarn — heute ist es ein offenes Schengen-Gebiet.
So erreicht man den AussichtspunktDie Passstraße wurde im 19. Jahrhundert auf Initiative von Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau erbaut, die das gesamte umliegende Gut besaß — ihr Erbe zieht sich von Kamieniec Ząbkowicki bis nach Stronie Śląskie.