Der Johannesberg (842 m ü. NN) im Schneegebirge Schlesiens ist ein stilles, geheimnisvolles Ziel — ein Ort, an dem eine fast verschwundene Bergbausiedlung, verfallene Stollenanlagen und dichte Wälder eine unvergleichliche Atmosphäre schaffen. Wer auf der Suche nach Geschichte und Natur abseits der bekannten Touristenströme ist, wird hier genau das Richtige finden.
Das Gelände rund um den Johannesberg ist geprägt von einem tiefen Gebirgstal, bewaldeten Hängen und Bergwiesen mit Ausblicken auf die umliegenden Kämme. Die Schneelage war bereits vor 1939 so gut, dass der Ort als Winterreiseziel bekannt war. Heute befindet sich im benachbarten Sienna ein modernes Skizentrum mit Gondelbahn auf die Czarna Góra. Im Sommer und Herbst herrscht hier eine besondere Stille — ideal für Wanderer, die Ruhe und Ursprünglichkeit suchen.
AufstiegsmöglichkeitenDer Ort wurde 1582–1585 vom Münzmeister Wilhelm von Oppersdorf als Bergbausiedlung gegründet — die Silbergrube St. Johann, von der der Name stammt, war schon einige Jahrzehnte zuvor angelegt worden. Heute haben Fledermäuse die alten Stollen übernommen und erinnern auf ihre eigene Art an eine längst vergangene Bergbauepoche.